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Was ist ein zoomfähiges/gestuftes Exzerpt?
Analog zum Zoomstufenmodell für die Bibelkunde kann ich mir vorstellen, wissenschaftliche Texte so zu exzerpieren, dass man anhand von vier Zoomstufen in einen Originaltext „hineinzoomen“ kann (ZS = Zoomstufe):
- ZS I – Abstract bzw. Inhaltszusammenfassung: Die Gedankenführung eines Werkes wird erahnbar, die Hauptergebnisse werden festgehalten.
- ZS II – Kernaussagen aller einzelnen Absätze: Der gesamte Gedankengang eines Werkes kommt – allerdings stark verknappt – in den Blick.
- ZS III – Kernaussagen mit Exzerpt: Die Argumentationsstruktur ist gedanklich vollständig und gegebenenfalls prägnanter abgebildet. Es ist auch vorstellbar, dass ZS III an Fasslichkeit gewinnt, indem der Gedankengang des Autors durch die/den Exzerpierenden umstrukturiert wird. Orientierende Strukturen wie Personen-, Orts- und Zeitkontinuitäten könnten beispielsweise (durch eigenes Nachforschen) vervollständigt werden.
- ZS IV – Textarbeit am Originaltext, also herkömmliche Textlektüre.
Indem man die einzelnen Zoomstufen außer ZS IV nach Richtlinien (s. u.) erstellt, kann man standardisiert exzerpieren. Dadurch sollte es möglich sein, auch überindividuell verständlich zu exzerpieren.
Warum zoomfähige/gestufte Exzerpte erstellen?
So ein Exzerpt herzustellen, kostet nach meiner Erfahrung fünf- bis sechsmal soviel Zeit wie einen Text zu lesen und anschließend kurz zusammenzufassen. Wenn ich mich entschieden habe, einem Text so viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen,1 so besteht der Lohn der Mühe darin, …
- … dass ich mir mit dem zoomfähigen Exzerpt eine „eigene“ Fassung eines Textes erarbeitet habe. Sozusagen bildet das Exzerpt mein Verständnis des Gelesenen strukturiert ab. Das Buch selbst brauche ich nur noch dann, wenn ich an bestimmten Fällen unverständlich exzerpiert habe und berichtigen muss, oder wenn ich den ursprünglichen Wortlaut zitieren will, denselben aber nicht in Citavi übernommen habe.
- Im Optimalfall sind dann die einzelnen Gedanken des Textes vollständig im Rechner vorhanden und aufgrund der Verschlagwortung daraufhin vorbereitet, später bei einer Materialsuche wieder verwendet zu werden. Stück für Stück wird ein gut organisierter Wissensbestand aufgebaut.
- Über die Zoomstufen kann ich verschieden intensiv einsteigen, je nachdem, ob es mir nur darum geht, die Idee des Textes zu erinnern (ZS I), die Struktur zu rekonstruieren (ZS II) oder Einzelargumente wiederzufinden (ZS III).
- Im Rahmen einer Lehrveranstaltung könnten alle vom Verfahren profitieren, indem sich die Teilnehmenden die zu lesenden Texte aufteilen, ein zoomfähiges Exzerpt jeweils für ihren Text erstellen und an die Kommilitonen weitergeben. So hätten alle Teilnehmer ein zoomfähiges Exzerpt von jedem Text und könnten die Zeit, die im Hinblick auf die sonst fälligen Ausarbeitungen gespart wurde, nutzen, um das in Citavi praxisnah hinterlegte Wissen zu erschließen und weiterzuverarbeiten. Dank des Citavi-Readers bzw. Citavi-Free muss ein Rezipient noch nicht einmal etwas zahlen, um das Exzerpt lesen zu können.
Das alles ist für mich Grund genug, trotz der Mühe hin und wieder ein solches Exzerpt zu verfassen.
Nachsatz: Knapp zwei Jahre nach dem Verfassen dieses Artikels ist die Technik so vorangeschritten, dass mit einer farbig durchmarkierten pdf-Datei mit Inhaltsverzeichnis die Zoomstufen II – III ersetzt werden können. Siehe dazu den Abschnitt www.bibel-faq.net/aktiv-lesen.
Richtlinien zum Citavieren
Zoomstufe I: Abstract
Um einen orientierenden Überblick über die Hauptgedanken und -ergebnisse eines Textes zu vermitteln, sollten ein paar Sätze ausreichen (Faustregel: Anzahl der Seiten x 100 = maximale Anzahl der Zeichen [incl. Leerzeichen] des Abstracts). Da das Komprimieren von Textmengen immer eine herausfordernde Aufgabe ist, stelle ich mich dieser Aufgabe möglichst erst nach Fertigstellung von ZS II und ZS III, vielleicht auch mit einem Tag Abstand, um nach dem anstrengenden gründlichen Exzerpieren noch einmal frisch an den Text herangehen zu können. Auch nach längerer Zeit wird Zoomstufe I die Tore zu dem einstmals mühsam exzerpierten Text schnell wieder öffnen. Begleitend zum Abstract kann eine Mindmap helfen, das erworbene Wissen günstig im Gedächtnis „abzulegen“.
Zur Umsetzung in Citavi: Citavi bietet in der Literaturverwaltung unter dem Reiter „Inhalt“ ein Feld für das Abstract an. Sofern man Aufsätze oder Zeitschriftenartikel citaviert, sollte dieses Feld genutzt werden, um Zoomstufe I zu hinterlegen. Ist es – beispielsweise bei einem Lehrbuch oder einer Monographie – sinnvoller, in mehreren Abschnitten zu citavieren, so müssen für einen Titel mehrere Abstracts untergebracht werden. In diesem Fall ist es wohl besser, die Abstracts als Zusammenfassungen im Reiter „Zitate“ zu hinterlegen:2
Zoomstufe III: Exzerpt
Praktisch der erste Arbeitsschritt zur Erstellung eines zoomfähigen Exzerptes ist es, die Gedanken des Autors, die er in einem Abschnitt oder Absatz äußert, möglichst vollständig zu verstehen, um die Gedanken prägnant und übersichtlich präsentieren zu können.
Übersichtlichkeit erreicht man u. a. durch eine offensive Strukturierung. Dabei helfen …
- Aufzählungen & Nummerierungen3
- Formatierungen:
kursiv = Zeitangabe
fett = Ortsangabe
unterstrichen = Person
fettkursiv = Leitgedanke, wichtige Aussage
GROSSBUCHSTABEN = für Gliederungsprinzipien (erstens, zweitens; gliedernde Stichworte)
Prägnanz ist das Gegenteil von Redundanz; die gute Mischung aus beidem macht, dass ein Text verständlich ist. Normalerweise soll ein Exzerpt prägnanter sein als der Text, aus dem heraus das Exzerpt erstellt wurde. Verständlichkeit hat jedoch Priorität. Vor dem Hintergrund, dass das Exzerpt überindividuell anwendbar sein soll, bzw. dass es von anderen verstanden werden soll, sind beim Exzerpieren die Rezipienten des Exzerpts im Auge zu behalten:
- Damit die Rezipienten verstehen können, brauchen sie vor allem die vollständigen Informationen. Bei Exzerpten, die man für sich allein anfertigt, braucht man nicht zu exzerpieren, was man schon weiß. Beim überindividuellen Exzerpieren ist das anders.
- Möglicherweise helfen Kommentare der/des Exzerpierenden, den Stil bzw. die Darstellungsweise des Autors betreffend:4 Ist sein Text überzeugend? Zeichnet sich der Text durch eine besonders oder weniger gut gelungene Darstellung aus? Nebenbei bemerkt: Aussagen im Nominalstil dürfen durchaus in Verbalsätze überführt werden!
Durch diese beiden wichtigen Aspekte wird das Exzerpt dann doch wieder redundant, und man kann fast nicht mehr von Exzerpieren sprechen, denn der Text wird im Prinzip neu geschrieben und kommentiert. Ganz nebenbei wäre somit ein zoomfähiges Exzerpt eine interessante Rückmeldung darüber, wie ein Leser das Werk eines Autors rezipiert hat.
Ein zoomfähiges Exzerpt wird besonders dann interessant, wenn hin und wieder der Originalton des Autors vernehmbar wird. Sind Formulierungen einfach unüberbietbar gelungen, dann darf man getrost nach den gängigen Regeln5 zitieren.
In exegetischen Texten werden viele Bibelstellen zu finden sein. Ob diese in zoomfähige Exzerpt aufgenommen werden müssen, hängt von ihrer Funktion im Text ab. Werden beispielsweise einfach alle Belegstellen eines Wortvorkommens aufgelistet, so kann man eine ähnliche Liste recht einfach selbst mit einer elektronischen Konkordanz-Suche erstellen. Bibelstellen, die als Argumente für theologische Behauptungen herangezogen werden, sollten ins Exzerpt übernommen werden – wenn möglich mit einer kurzen Notiz, worum es sich bei der Stelle handelt. Im Einzelfall muss die/der Exzerpierende abwägen, ob und wieviele Bibelstellen ins Exzerpt einbezogen werden sollen.
Zoomstufe II: Kernaussagen
Nachdem der Inhalt eines Absatzes verstanden und strukturiert wurde, sollte die Hauptaussage verknappt, aber mit den wichtigsten Ergebnissen formuliert werden. Im Citavi-Jargon ist das die „Kernaussage“. Die Kernaussage zu formulieren, ist bereits die Vorarbeit für Zoomstufe II.
Zur Umsetzung in Citavi: Die geeignete Citavi-Funktion verbirgt sich in der Literaturverwaltung hinter dem Zitate-Reiter, den es bei jedem Titel gibt. Dort können zu diesem Titel …
- Zusammenfassungen, wörtliche Zitate oder indirekte Zitate (Lesefrüchte)
- sowie eigene Kommentare
abgelegt werden. Citavi erwartet, dass für jeden Datensatz eine Seitenzahl, Haupttext und eine Kernaussage in die Datenbank eingetragen wird; Verschlagwortung und die Zuordnung zu einer Kategorie ist dagegen freiwillig.
Zusätzlich zur Ordnung der Wissenselemente nach der Seitenzahl bietet es sich an, die Gliederung des zu exzerpierenden Textes am Anfang der Kernaussagen nachzubilden. Die Gliederungszahl mitsamt der Originalüberschrift des Abschnitts in GROSSBUCHSTABEN sollte in Klammern stehen und nach der Klammer ein Doppelpunkt stehen. Sind im Originaltext unter einer Überschrift mehr Gedanken aufgeführt, als man sinnvoll in einem Wissenselement verarbeiten kann, so empfiehlt es sich, – wie unten im Screenshot – eine eigene kurze Überschrift oder ein Schlagwort zu suchen und mit dem Doppelpunkt von der eigentlichen Kernaussage zu trennen: (1.) Terminologie: „historische … Dadurch tritt der Effekt ein, dass man in ZS II (Ansicht der Kernaussagen ohne Exzerpt-Text) auch gleich die Gliederung wie in einem Inhaltsverzeichnis vor Augen hat:
Im Screenshot ist bei Seite 35 hinter der Gliederung (2.2.3) noch angegeben, welche Funktion das hier citavierte Textstück im Textganzen übernimmt (Fazit). Die Aussage dahinter enthält also das Ergebnis vom übergeordneten Gliederungspunkt 2.2.
Bezüglich des Gebrauchs der Klammern schlage ich vor: Alles was – wie die Gliederungspunkte – in Klammern steht, bildet die vorm Autor vorgegebene Struktur ab. Wenn also eine Abschnittsüberschrift hilfreich zur Zusammenfassung ist, könnte diese zur Orientierung direkt hinter die Gliederung geschrieben werden. Würde die/der Exzerpierende für den betreffenden Abschnitt oder für einen Einzelabsatz innerhalb eines Abschnitts eine andere Zusammenfassung wählen, dann sollte das außerhalb der Klammern stehen und wäre als geistige Leistung der/des Exzerpierenden erkennbar.
Es lohnt sich, auch bei den Kernaussagen ganze Sätze zu formulieren und besonders wichtige Gedanken oder Stichworte durch GROSSBUCHSTABEN hervorzuheben (die Standard-Formatierungen sind im Feld „Kernaussage“ aufgrund der Vorgaben von Citavi nicht anwendbar).
Die Zoom-Funktion nutzen
Durch Klick auf den Butten rechts oben neben dem roten Kreuz werden die Exzerpte eingeblendet; man sieht dann Zoomstufe III:
Verschlagworten und Kategorisieren
Citavi bietet die großartige Funktion, nicht nur einzelne Titel zu verschlagworten, sondern: Jede einzelne Lesefrucht bzw. jeder eigene Gedanke kann mit Schlagwörtern verknüpft werden. Wenn ich im Folgenden überlege, wie man Schlagwörter und Kategorien gut nutzen kann, setze ich voraus, dass Sie meinem Vorschlag, Citavis Wissenorganisation zu nutzen, folgen. Sie sind eingeladen, meine Vorschläge zu diskutieren.
Die Gestalt des Kategoriensystems hängt nach meinem Verständnis davon ab, auf welchen Zweck hin Citavi vom jeweiligen Nutzer eingesetzt wird. Insofern halte ich es weder für sinnvoll, das Kategoriensystem beim überindividuellen Exzerpieren einzubeziehen, noch Vorschläge zur Kategorisierung zu unterbreiten. Würden die Kategorien der/des Exzerpierenden mitexportiert, dann würde beim Import in das Citavi-Projekt eines anderen Users dessen Kategoriensystem unfreiwillig erweitert. Wenn Citavi-Exzerpte ausgetauscht werden, dann würde ich deswegen empfehlen, die Option „Kategorien exportieren“ beim Export zu deaktivieren (s. u.).
Im Hinblick auf die Schlagwörter ist das anders. In meinen Erläuterungen zu Citavis Verschlagwortungsfunktion habe ich bereits empfohlen, großzügig zu verschlagworten. Was ich für verschlagwortungswürdig halte:
- Klassiker theologischer Literatur, z. B.: „Bultmann 1926, Jesus“ (für Bultmanns 1926 erschienenes Jesusbuch).
- Personennamen, Orts- und Epochenbezeichnungen, falls der in einer Lesefrucht beschriebene Gedanke zentral damit verbunden ist.
- Bibelstellen. Damit schafft man sich in Citavi ein globales Bibelstellenregister. Geschickt wäre es, wenn es eine Liste an Schlagwörtern gäbe, die zur Bibelstelle gleich noch die Perikopenüberschrift mit nennt, z. B.: „Lk15,11-32 Parabel vom Vater mit den beiden Söhnen (Vom verlorenen Sohn)“. Dass – entgegen der Konvention – zwischen Buch- und Kapitelangabe kein Leerzeichen steht, liegt an Citavi, das als Computerprogramm manchmal mit Computersprache angesprochen werden will: Bei einer String-Suche darf kein Leerzeichen verwendet werden.
- Ansonsten gilt, intuitiv die sinntragenden Worte zu verschlagworten.
Ergänzungen, Anmerkungen und Kritik der/des Exzerpierenden
Für den Fall, dass man selbst etwas zur Sache sagen kann, empfiehlt es sich, unter eindeutiger Kennzeichnung Kritiken usw. vorzugsweise am Ende eines Wissenselementes anzubringen: „meines Erachtens“, „ich denke“, als Einfügung in eckigen Klammern „[d. h. ...]“, oder auch explizit durch ein gliederndes Signal: „KRITIK: Ich denke, …“
Spezielles
- Oft sind theologische Texte mit Bibelstellenangaben gespickt. Diese sollten nur insoweit mit citaviert werden, wie sie dem Verständnis der Gedanken des Autors dienen. Welche Parallelstellen in den synoptischen Evangelien jeweils existieren, kann in jeder Synopse eingesehen werden.
- Ein Vorschlag, wofür man welche der zahlreichen von Citavi zur Verfügung gestellten Anführungszeichen sinnvollerweise verwenden sollte:
- „“ sind im Deutschen klassischerweise die Anführungszeichen für Literaturzitate.
‚‘ wird verwendet, um Zitate im Zitat zu kennzeichnen. - Um hervorzuhebende oder geprägte Wendungen sowie Bibelworte zu bezeichnen, schlage ich vor, die eckigen, nach innen gerichteten Anführungszeichen »« zu verwenden.
- „“ sind im Deutschen klassischerweise die Anführungszeichen für Literaturzitate.
Citavi-Exzerpte austauschen
… funktioniert am Besten über Citavis Exportieren-Funktion.6
- Dazu muss der zu exportierende Titel zunächst in der Literaturverwaltung markiert werden.
- Nachdem die Exportieren-Funktion aufgerufen wurde („Datei“ – „Exportieren“), leitet Citavi leitet durch den Export-Dialog.
- Zu beachten ist natürlich, dass nicht „alle Titel des Projekts“, sondern nur „der markierte Titel“ exportiert werden.
- Beim nächsten Schritt („Zielprojekt“) lege ich ein neues Projekt an, das ich mit dem Kurztitel des exzerpierten Werkes benenne. Citavi speichert das neue Projekt als Ordner mit Unterordnern (nicht als einzelne Datei) im Citavi-Projekte-Ordner, der standardmäßig als Ordner „Projects“ im Windowsordner „Dokumente\Citavi 3“ liegt.7
- Beim Auswahldialog, welche Informationen exportiert werden sollen, deaktiviere ich „Kategorien“ und „Standorte“.
- Soll das exportierte Projekt per E-Mail versendet werden, so ist es nützlich, den von Citavi neu erstellten Ordner mit dem Projekte-Namen vorher zu einem zip-Archiv zu verpacken.8 Das zip lässt sich leichter als Anhang versenden als ein ganzer Ordner.
Kriterien zur Bewertung zoomfähiger/gestufter Exzerpte
… müssen noch erfunden werden. Hier sammle ich aber schonmal, und wenn jemandem was einfällt, dann freue ich mich über Kommentare.
- Das zoomfähige Exzerpt ist ohne Lektüre des Originaltextes in allen drei Zoomstufen zugänglich und verständlich9 geschrieben.
- Der Gedankengang des Autors ist vollständig und mit allen Informationen bzw. Argumenten wiedergegeben. Man kann erkennen, wo der/die Exzerpierende die Gedanken des Autors wiedergibt, und an welchen Stellen eigene Ergänzungen, Anfragen oder Kritik eingebracht wird.
- Offensive oder weniger offensive Verschlagwortung.
PS: Dass ein zoomfähiges Exzerpt, das andere lesen sollen oder können, orthographisch und grammatisch richtig verfasst wird, wäre wohl allgemein vorauszusetzen.
Beispiel gefällig?
Falls Sie gerne sehen möchten, wie ein zoomfähiges Exzerpt im Citavi-Format aussieht: Laden Sie sich dieses zip-Archiv10 herunter – nach dem Entpacken kann es mit einer beliebigen Citavi-Version geöffnet und gelesen werden. Ich freue mich über deine Rückmeldungen!
Citavieren für Eilige
Schneller citavieren kann man, indem man nur ZS II ausführt. Falls der halb-citavierte Text später noch einmal gelesen werden muss, könnte man ZS III nachträglich ergänzen. Vermutlich ist ein Exzerpt ohne Zoomstufe III aber nur solange auch unabhängig vom Text brauchbar, wie der Text im Gedächtnis nachklingt. Besser hilft es da, den Text durchzumarkieren und ggf. noch ein Abstract zu erstellen.
Letzte Aktualisierung: 8. Januar 2014, Stephan Rehm.
- Es ist schlicht nicht leistbar, diesen Anspruch an alle Literatur heranzutragen, die im Rahmen eines Studiums gelesen werden muss. Für Texte, die man für wertvoll hält und auf die man deswegen später immer wieder zurückkommen wird, lohnt sich die Mühe. Allerdings ist das Citavieren für mich nicht nur im Hinblick auf die fernere Zukunft, sondern vor allem deswegen lohnenswert, weil die intensive Auseinandersetzung mit einem Text hilft, dessen Inhalte für längere Zeit in Erinnerung zu behalten. ↩
- Auf jeden Fall sollte in der Kernaussage das Wort „Abstract“ auftauchen. ↩
- Entsprechende Funktionen stehen im Citavi-Zitat-Editor bereit. ↩
- Wenn beispielweise der Autor des zu exzerpierenden Textes unstrukturiert schreibt, so dass das Systematisieren erschwert wird, könnte das die/der Exzerpierende vermerken. Prinzipiell unterstellt man einem wissenschaftlichen Autor, dass er informiert, darstellt, abwägt, Schlüsse zieht und andersartige Positionen kommentiert. Was davon tut der Autor in dem zu exzerpierenden Text? ↩
- Anführungsstriche benutzen, Auslassungszeichen nicht vergessen, Seitenzahl nach Abschluss des Zitats. Hilfreich ist es, zur Orientierung anzugeben, wo in etwa auf der Seite sich ein Zitat befindet, z. B. „… kompliziert und nicht zu vertreten“ (32, Mitte erster Absatz). Der Citavi-Zitat-Editor bietet unter der Menüleiste alle gebräuchlichen An- und Ausführungsstriche zur Verwendung an. ↩
- Tauschen darf man nur privat oder im abgeschlossenen Rahmen einer Lehrveranstaltung. Einstellen von Exzerpten ins Internet, z. B. unter www.theologie-examen.de, würde eine Urheberrechtsverletzung darstellen. ↩
- Der Standardspeicherort kann geändert werden unter „Extras“ – „Optionen“ – Reiter „Speicherorte“. ↩
- Dateien in ein Archiv verpacken kann beispielsweise der „Total Commander“, eine frei erhältlich Shareware, oder man wählt unter Windows nach einem Rechtsklick auf den zu verpackenden Ordner „Senden an –> ZIP-komprimierten Ordner“. ↩
- Verständlich bedeutet vor allem einfach: Kurze Sätze, einfache Satzkonstruktionen (Nebensätze und Partizipialkonstruktionen sind geeignet, um Gedanken beiläufig vorzutragen, bzw. um Hauptaussagen zu konkretisieren. Davon bitte maximal zwei Konkretionen pro Hauptsatz.), KEIN Nominalstil, wenig Konjunktive. Komplexe Gedanken sollten in mehreren Sätzen ausgedrückt werden. ↩
- Darin ist Speners Pia Desideria citaviert. ↩


