Apokryphen und Pseudepigraphen zum Alten Testament

Auswertung der online verfügbaren Erschließungsliteratur und der Textausgabenportale ……………

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Kurzcharakteristik

Apokryphen und Pseudepigraphen zum AT „gehören zeitlich und sachlich demselben großen Literaturbereich an und teilen [...] alle charakteristischen Merkmale“ (Böttrich 2009, 1.)1. Diese sind Pseudonymität (das literarische Mittel wird als Signalgeber für bestimmte theologische Konzepte [z. B. Apokalyptik] eingesetzt), Schriftbezug (keine Schriftauslegung im Sinn moderner, allein dem Text verpflichteter Kommentarliteratur, sondern „kreative Aufnahme und eigenständige Gestaltung biblischer Traditionen“ [AaO, 6.2.]; die Schriften sind „religiöse Primärliteratur“ [Berger 2001]2) und die Tatsache, dass durch diese Schriften eine Gruppenidentität generiert wird3. Allein die zwölf apokryphen Bücher, die der Septuaginta, nicht aber der Hebräischen Bibel angehören, können eine abgestufte kanonische Geltung beanspruchen. In der katholischen Tradition heißen diese zwölf Schriften daher »deuterokanonisch«.

Erschließungsliteratur online

  • Wikipedia (Analyse am 21.01.2015) behandelt das Thema sehr knapp in den Artikeln
    • »Pseudepigraphie (Bibel)« – hinsichtlich der Pseudepigraphen des AT werden lediglich die betreffenden Schriften aufgezählt; wenige Schriften haben bereits einen eigenen Artikel (klick!).
    • »Pseudepigraphie« zur Klärung des literarischen Phänomens an sich (klick!).
    • »Apokryphen« – hier folgt wiederum lediglich eine Aufzählung (klick!).
  • Das WiBiLex (wibilex.de) bietet sehr viel detailliertere Informationen:
    • Christfried Böttrich (2009-01) behandelt im Artikel »Pseudepigraphen AT« (klick!) die Fragen der Terminologie und der Datierung, die Forschungsgeschichte und die Probleme, die mit Versuchen verbunden sind, die Schriften zu gruppieren. Dort findet sich auch ein ausführliches Literaturverzeichnis für Offline-Ressourcen.
    • Aufgrund des begrenzten Gegenstandes deutlich knapper ist der Artikel »Apokryphen AT« von Martin Beck (2006-09 – klick!). Neben der Darstellung von deren Bedeutung für die jüdische und christliche Tradition sucht der Autor nach einem gemeinsamen Nenner dieser Schriften.

Literatur offline …

… findet sich bei Böttrich (s.o.) – leider nur selten mit weiterer Charakterisierung.

Textausgaben online …

… finden sich unter bibel-faq.net/kritische-editionenklick!

Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2015, Stephan Rehm.

  1. Böttrich, Christfried: Art. Pseudepigraphen (AT), in: WiBiLex, 2009, 1. Terminologie. URL: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/31588.
  2. Klaus Berger, Die Bedeutung der zwischentestamentlichen Literatur für die Bibelauslegung, ZNT 4/8, 2001, 14-17.
  3. „Unbestritten bildet sich in den Pseudepigraphen das theologische Selbstverständnis ihrer jeweiligen Trägergruppe ab“ (Böttrich 2009, 6.3.).

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