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»Gleichnis« (hebr.: »maschal«) ist gebräuchlich als Oberbegriff dafür, dass ein Sachverhalt (»Sachhälfte«) durch ein Bild (»Bildhälfte«) erklärt wird.

Gleichnisse: Bild- und Sachhälfte eines Bildwortes – © Claudia Tost, Leipzig
Man unterscheidet nach Adolf Jülicher (1857-1938) folgende Gleichnistypen:
- Bildwort: Bild- und Sachhälfte kompakt in einer Aussage (»Seid klug wie Schlangen«, Mt 10,16)
- Gleichnis im engeren Sinn: Bild = typischer, allgemein bekannter Sachverhalt (z. B. das Geichnis vom Sämann, Mt 13,1-9 / Mk 4,1-9 / Lk 8,4-8).
- Parabel: Bild = untypisch, Einzelfall (z. B. »ein Mann hatte zwei Söhne …«, Lk 15,11-32)
- Beispielerzählung: Bild- und Sachhälfte liegen auf einer Ebene (z. B. »geh hin, tu desgleichen«, Lk 10,25-37)
- Allegorie: verschlüsselte Geschichte; jeder Einzelzug des Bildes ist auf eine Detail der Sache bezogen (z. B. die Auslegung des Gleichnisses vom Sämann, Mt 13,18-23 / Mk 4,13-20 / Lk 8,11-15)
Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2014, Stephan Rehm