Das Evangelium nach Markus: Map (Zoomstufe 3)

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Für einen ersten Eindruck …

… der Zoomstufe-3-Übersicht zum Markusevangelium im Mindmap-Format (»Mk-Map«) stehen Screenshots des vierten Kapitels (Originalansicht) und der gesamten Map (niedrige Auflösung) bereit. Zum Vergrößern bitte draufklicken:

Mk Zoomstufe 3, Gesamtansicht (niedrige Auflösung)

Mk Zoomstufe 3, Gesamtansicht (niedrige Auflösung)

Markusevangelium, Kapitel 4, analysiert in der Genauigkeit von Zoomstufe 3

wie es dazu kam …

Die Textlandkarte zum Evangelium nach Markus (kurz: Mk-Map [»map« = <engl.> Landkarte; sprich: »mäp«]) basiert auf einer detaillierten tabellarischen Gliederung des Markusevangeliums, die im Rahmen von bibelkundlichen Lehrveranstaltungen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald entstanden ist. Im Januar 2013 wurde ich eingeladen, im Rahmen eines Pfarrkonventes anlässlich der Markus-Bibelwoche des Jahres 2013 über »Neues von Markus« zu referieren. Um die Komplexität des Grundtextes zu veranschaulichen, baute ich die Vorarbeit aus: Ich überprüfte meine eigenen Gliederungsentscheidungen anhand der Beobachtungen Jens Schröters, der das Begleitheft zu den Bibelwochentexten exegetisch verantwortete.1 Dadurch wurde nicht nur der Aufbau des Markusevangeliums grafisch deutlicher sichtbar, es konnten auch inhaltlich-theologische Schwerpunkte gebührend visualisiert werden. Für Auflockerung und ein gelegentliches Lächeln sorgen die Illustrationen von Franziska Kaus und Henriette Degwitz.

wie man die Map benutzen kann

Erfahrungsgemäß ist der erste Eindruck von der Map überwältigend. Mit Recht, denn der Evangelienstoff ist selbst beim kürzesten der kanonischen Evangelien noch so umfangreich, dass die Details schwer fassbar bleiben. Das Verinnerlichen wird zusätzlich dadurch erschwert, dass die beiden Großevangelien Mt und Lk weitgehend den gleichen Markus-Stoff bieten, nur teilweise an anderer Stelle oder in anderer Kombination. Die Mk-Map soll nun sowohl die Abfolge der Stoffe bei Markus als auch das Verhältnis der einzelnen Stoffe zueinander visualisieren. Was bildhaft vor Augen liegt, bleibt besser im Gedächtnis.

Über den Vorteil der Visualisierung hinaus sind in der Map die wichtigsten exegetischen Einsichten abgebildet (gelbe Sprechblasen). Dabei wird gezeigt, was „typisch Markus“ ist. Beispielsweise hat der Abschnitt Mk 1,16 – 4,34 zum Ergebnis, dass sich um Jesus herum bestimmte Personenkreise herauskristallisieren. Die farbigen Pfeile, die zur gelben Sprechblase unter dem blauen Hauptgliederungsfeld zeigen, kommen von den diesbezüglich relevanten Texten. In den rosa hinterlegten Themenfeldern (z. B. das Kreuz rechts oben) werden theologische Themen des Markusevangeliums vorgestellt und mit den relevanten Texten verbunden. Die grünen Auslegungsfelder enthalten die Auslegungsmeinung von Jens Schröter und sind als Deutungsangebot zu verstehen. Dass der Textbezug bei der Auslegung oberstes Gebot ist, wird bei der Mk-Map durch die Pfeilbezüge visuell umgesetzt. Die wichtigste Frage für Markus, „Wer ist Jesus?“, ist in der Map anhand der Frage- und Ausrufezeichen visualisiert. Es lohnt sich, die Pfeile und Bezüge, die von derartig markierten Feldern zu anderen Feldern führen, zu verfolgen. Wenn die Mk-Map aus einem Überblick heraus auf konkrete Bibelstellen oder Themen verweist und zum prüfenden Nachlesen anregt, hat sie ihre wichtigste Funktion erfüllt.

Technisches

Die Markus-Map ist gedruckt kostenpflichtig erhältlich: Du erhältst einen A0-Tintendruck oder acht zusammengefügte bzw. zusammenzufügende A3-Buntlaserdrucke. Studierende meiner Bibelkunde-Übung zahlen nur die Material-, nicht die Entwicklungskosten. Falls du lieber digital arbeitest, empfehle ich die pdf-Datei mit Screenshots zum kostenfreien Download. Du kannst in der pdf-Datei blättern, so als ob du gerafft durch das Evangelium blättern würdest. Die großen Verbindungen und der Gesamteindruck vermitteln sich auf einem Bildschirm aber leider nicht vollständig.

Changelog

  • Version 1.0 (2013-06-07): Rechtschreibkorrektur eingearbeitet, kleinere graphische Verbesserungen.
  • 2013-04-24: Einzelne Nachbesserungen, Kennzeichnung des markinischen Sonderguts
  • 2013-04-18: Markierung der Wundertexte und Zeichenhandlungen, Rahmung der christologischen Schlüsselszenen
  • 2013-04-08: Hinzufügen einer ausführlichen Legende
  • 2012-01: Einfügen von Bildern in die Map; vertiefende Darstellung durch Einarbeitung des Bibelwochen-Kommentars zu Mk von Jens Schröter
  • 2011: Erfassung des Markusstoffs nach Zoomstufe-3-Richtlinien in einer MindMap

Mehr …

… über die Bibelbücher-Maps im Allgemeinen und darüber, wie du mit den Maps arbeiten kannst, steht unter www.bibel-faq.net/maps!

Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2013, Stephan Rehm.

  1. Jens Schröter & Kerstin Offermann: Arbeitsbuch Ökumenische Bibelwoche 2012/2013, Neukirchen-Vluyn 2012, 12-117.

2 Antworten auf Das Evangelium nach Markus: Map (Zoomstufe 3)

  1. Danke für Deine großartige Arbeit.
    Ich selbst bin mit Kirchenvätern im Internet vertreten (Kostenlos). Es muss nicht immer etwas dabei herausspringen, wir haben durch die intensive Bearbeitung selbst am meisten davon.
    Weiter so!!!!

    Grüße
    Thomas

    • Stephan Rehm (Uni Greifswald) sagt:

      Danke für die Blumen, Thomas! Dass mir die Bearbeitung selbst am Meisten bringt, dem stimme ich zu. “nicht immer etwas dabei herausspringen” ist allerdings generalisierend und stimmt zum großen Teil nicht: Man kann hier die bibelkundlichen Zoomstufen 1 und 2 komplett sowie das gesamte Portal kostenlos nutzen; die hoch aufgelöste Zoomstufe 3 gibt es als Screenshotvariante ebenfalls kostenlos. Die Zoomstufe 3 erschließt sich aber eigentlich nur beim Anblick eines A0-Ausdrucks – der kostet Geld, und ich biete an, den Ausdruck und Versand zu übernehmen. Die anderen Printprodukte sind speziell verarbeitet, so dass ein kostenloser pdf-Download nicht dasselbe bringen würde. Trotz der Möglichkeit, Einnahmen zu erhalten, habe ich noch in keinem Jahr schwarze Zahlen geschrieben – so schlimm ist es mit dem “Rausspringen” also nicht :-) Es bleibt so oder so Hobby – und im besten Fall etwas Reich-Gottes-Arbeit…

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