Eckdaten (Zeit, Ort, Personen) 
Wer? Wem? Wann? Wo?
- Wer? – der „Lieblingsjünger“ (nach Joh 21,24)
→ der Zebedaide und Jünger Johannes? (altkirchliche Tradition [Irenäus]1) → umstritten (je nachdem, ob man einen frühen Tod des Zebedaiden annimmt oder nicht, bzw. ob man Irenäus für glaubwürdig hält oder nicht) → irgendein Jünger? (z. B. der „Alte Johannes“ von 2/3Joh?) → möglich, aber nicht beweisbar - Wem? – Gemeinde(n) des „johanneischen Kreises“ (vgl. 1/2/3Joh)
– sehr schnelle Verbreitung → erreichte Juden- und Heidenchristen von Kleinasien bis Ägypten - Wann? – umstritten
→ gegen Ende des 1. Jh.?
PRO: Ausschluss der Christen aus der Synagoge (um 80) als Hintergrund für die pauschalisierende Bezeichnung und Abgrenzung von „den Juden“ (bspw. 2,13; 5,10) & das Motiv „Ausschluss aus der Synagoge“ (9,22; 12,42; 16,2)?
CONTRA: Dass der Lieblingsjünger bis 100 gelebt hat, ist unwahrscheinlich. Hält man Irenäus für glaubwürdig, muss das Evangelium früher entstanden sein. → Frühdatierungen (vor 80) vor allem in der englischsprachigen Forschung - Wo? Nordpalästina / Syrien / Kleinasien (Ephesus2?)
Ziel 
Wozu?
- Wozu? – „Diese [Zeichen] aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ (Joh 20,31)
Linearer Zugang / Aufbau 
„Szenische“ Gliederung
- Die Balken vermitteln eine Vorstellung davon, wie umfangreich die jeweilige Perikope ist: ein Vertikalstrich steht für 20 Verse.
- Hellblau hinterlegte Stellenangaben deuten darauf, dass dieser Stoff auch bei den Synoptikern überliefert ist, wobei grüne Einsprengsel darauf hinweisen, dass die johanneische Variante besonders frei ausgestaltet ist.
- Violette Hinterlegung deutet auf eine Parallele nur bei Lk.
| Kp. | V. | Umfang | Perikope |
| I. Einleitung (1,1-18) | |||
| 1 | 1,1-18 |
Prolog über das Wort (ὁ λόγος), dazwischen Zeugnis des Täufers
|
|
| II. Die Offenbarung Jesu vor der Welt (1,19 – 12) | |||
| 1 | 1,19-34 | Johannes der Täufer über sich (Wassertäufer) und Jesus (geisttaufender Sohn Gottes) | |
| 1,35-51 | Jüngerberufungen (Andreas, anderer Täuferjünger, (Simon) Petrus → Kephas, Philippus, Nathanael [nicht wie bei den Synoptikern die Zebedäussöhne]) |
||
| 2 | 2,1-12 | Galiläa-Wunder 1: Verwandlung von Wasser zu Wein bei einer Hochzeit in Kana (→ Jünger glauben) | |
| 2,13-22 | Tempelaktion („Tempel in drei Tagen aufrichten“ = Missverständnis) | ||
| 2,23-25 | Summarium: Jerusalemer Wunderzeichen wirken Glauben → „Jesus vertraute sich ihnen nicht an“ | ||
| 3 | 3,1-21 | Jesus und Nikodemus („von neuem geboren werden … aus Wasser und Geist“ → an den Sohn als Retter zum ewigen Leben glauben) | |
| 3,22-36 | Zeugnis Johannes des Täufers anlässlich der Tauftätigkeit von Jesus (Jesus = Bräutigam, Himmelszeuge; glauben an den Sohn = ewiges Leben) | ||
| 4 | 4,1-42 | Jesu Gespräch mit der Samariterin (Jesus gibt lebendiges Wasser → viele Samariter glauben; das Heil kommt von den Juden [4,22 ≠ 8,44]) | |
| 4,43-54 | Galiläa-Wunder 2: Fernheilung des Sohnes eines königlichen Beamten in Kapernaum von Kana aus („Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so werdet ihr nicht glauben“ → Beamter glaubt) | ||
| 5 | 5,1-16 | Wunder 3 (ab hier nicht mehr explizit gezählt): Heilung eines seit 38 Jahren Kranken am Teich Bethesda („Sündige nicht mehr, damit dir nichts Ärgeres widerfahre!“ ≠ Mk 2,5 par.) → Pharisäerkonflikt | |
| 5,17-47 |
Vollmachtsrede Jesu
|
||
| 6 | 6,1-15 | Wunder 4: Speisung der 5000 (→ die Menge will Jesus zum König krönen) | |
| 6,16-21 | Wunder 5: Jesus wandelt auf dem Wasser (Wunder = plötzlicher Landgang) | ||
| 6,22-59 | Brotrede Jesu in Kapernaum (Glaubensforderung → Zeichenforderung → Jesus = Brot vom Himmel, das die Anvertrauten Gottes auferwecken wird) → das Brot ist „mein Fleisch“; wer es isst, wird leben | ||
| 6,60-66 | Spaltung unter den Jüngern | ||
| 6,67-71 | Petrusbekenntnis & Ausblick auf den Verrat des Judas | ||
| 7-8 | Streitgespräche über Jesu Identität und Herkunft („Ist dieser der Christus“? [7,41] – Juden sind Kinder des Teufels [8,44 ≠ 4,22]) | ||
| 7,1-13 | Jesus zieht heimlich zum Laubhüttenfest | ||
| 8,2-11 | Jesus und die Ehebrecherin („Adultera-Perikope“) | ||
| 9 | 9,1-41 | Wunder 6: Heilung eines Blindgeborenen „zur Offenbarung der Werke Gottes“ (→ der Blinde wird von den Pharisäern verhört und erkennt Jesus) | |
| 10 | 10,1-30 | Hirtenrede: Todesbereitschaft Jesu für die Schafe aus diesem und jenem Stall | |
| 10,31-42 | Konflikt mit den Pharisäern (die Juden: Gotteslästerung = Steinigungsversuch; Jesus: als Gottessohn tue ich Gottes Werke → Jesus flieht) | ||
| 11 | 11,1-45 | Wunder 7: Auferweckung des seit 4 Tagen toten Lazarus („Herr, wärst du hier gewesen, er wäre nicht gestorben!“ → „Ich bin Auferstehung und Leben“) → viele Juden glaubten | |
| 11,46-57 | Beschluss des Hohen Rates, Jesus zu töten (Prophezeiung des Kaiphas) → Jesus flieht | ||
| 12 | 12,1-11 | Gastmahl bei Maria, Martha und Lazarus → Maria salbt Jesus („zu meinem Begräbnis“) → Juden wollen auch Lazarus töten | |
| 12,12-19 | Einzug in Jerusalem (wegen der Auferweckung des Lazarus eine Attraktion) | ||
| 12,20-36 | Todesankündigung („erhöht werden“) als Ankündigung der „Verherrlichung“ → Bestätigung durch Himmelsstimme | ||
| 12,37-50 |
Zusammenfassung
|
||
| III. Die Offenbarung Jesu vor den Seinen (13 – 17) | |||
| 13 | 13,1-20 | Fußwaschung → „tut, wie ich euch getan habe“ | |
| Ankündigungen Jesu | |||
| 13,21-30 | Verrat des Judas → „Und es war Nacht.“ | ||
| 13,31-35 | Jesu „Verherrlichung“ und Liebesgebot | ||
| 13,36-38 | Verleugnung des Petrus | ||
| 14 | 14,1-7 | Frage des Thomas nach dem Weg zum Vater → „Ich bin der Weg“ | |
| 14,8-14 | Frage des Philippus nach der Erkennbarkeit des Vaters (→ Jesus tut Werke zur Verherrlichung des Vaters) | ||
| 14,15-26 | der Tröster als Spezifikum der Offenbarung Jesu vor den Jüngern (Frage des Judas) | ||
| 14,27-31 | Christi Friede vs. Schrecken der Welt (→ „Lasst uns von hier weggehen.“) | ||
| 15-16 | monologische Abschiedsrede | ||
| 15,1-17 | wie der Weinstock Frucht bringen | ||
| 15,18-27; 16,1-4 | die Welt wird die Jünger hassen | ||
| 16,5-15 | was der Heilige Geist tun wird: trösten, vergewissern, Jesus verherrlichen | ||
| 16,16-33 | Jesu Abschied: „Traurigkeit“ – „Freude“ – „Glaube“ – „Ernüchterung“ | ||
| 17 | 17,1-26 | „Hohepriesterliches Gebet“ Jesu, „damit sie alle eins seien“ | |
| IV. Passion & Auferstehung (18-20) | |||
| 18 | 18,1-11 | Jesu Gefangennahme | |
| 18,12-27 | Verhör vor Hannas & Verleugnung des Petrus | ||
| 18,28-40 | Verhör vor Pilatus („Was ist Wahrheit?“) | ||
| 19 | 19,1-16 | Jesus wird verspottet und verurteilt | |
| 19,17-37 | Kreuzigung (geschildert wie eine Inthronisation!) und Tod („Es ist vollbracht!“ 19,30) | ||
| 19,38-42 | Salbung und Begräbnis durch Josef von Arimathäa und Nikodemus | ||
| 20 | 20,1-10 | Jüngerwettlauf zum Grab (Lieblingsjünger ist zuerst da, aber Petrus geht zuerst hinein) | |
| Erscheinungen | |||
| 20,11-18 | vor Maria Magdalena: „Maria!“ | ||
| 20,19-23 | vor den Jüngern (→ Geistesgabe, Sendung) | ||
| 20,24-29 | vor Thomas und den anderen Jüngern | ||
| 20,30-31 | Buchschluss |
||
| V. Nachtrag? (21) | |||
| 21 | 21,1-14 | Fischzug (Wunder 8?) | |
| 21,15-19 | Gespräch Jesu mit Petrus („Hast du mich lieb?“) | ||
| 21,20-23 | Notiz über den Lieblingsjünger | ||
| 21,24-25 | Zweiter Buchschluss | ||
Geographisch-zeitliche Gliederung

Jüppsche (Wikipedia-Autor): Landkarte der Orte des Wirkens Jesu Christi, eingesehen am 20.12.2012. Lizensiert unter CC BY-SA 3.0. Näheres zu den Lizenzen s. rechts in der Sidebar unter QUELLENNACHWEISE.
blau = Galiläa, grün = Samaria, rot = Judäa
I. Frühjahr des Jahres 28: Jesus offenbart eine neue Heilslehre (1,19 – 4,54)
| Ort & Zeit | Perikopen |
| mehrere Tage um Bethanien jenseits des Jordans (Lage ungewiss; 1,28.29.35) |
|
| danach: Aufbruch nach Galiläa (1,43) |
|
| zwei Tage später in Kana (Galiläa; 2,1) |
|
| kein langer Aufenthalt in Kapharnaum (Galiläa; 2,12) | |
| kurz vor Passa: Reise nach Jerusalem (Judäa; 2,13) |
|
| während des Passa in Jerusalem (2,23) |
|
| nach dem Passa in Änon bei Salim (Samarien, nahe am Jordan; 3,22) |
|
| nach unbestimmter Zeit, jedoch in kausalem Zusammenhang mit 3,22ff: Reise über Sychar (Samaria) nach Galiläa (4,1-5) |
|
| nach 2 Tagen Samaria: Reise über Kana nach Kapharnaum (Galiläa; 4,43.46.54) |
|
blau = Galiläa, grün = Samaria, rot = Judäa
II. Das Jahr 29: Jesu Anspruch, eins mit dem Vater zu sein (10,30) führt zum Überwurf mit der jüdischen Führung (5,1 – 10,42)
| Ort & Zeit | Perikopen |
| in Jerusalem bei einem Fest (Wochen- oder Laubhüttenfest 28 oder Passafest 293; 5,1) |
|
| vor dem Passafest auf einem Berg in Galiläa, danach Synagoge in Kapharnaum (6,1-4.59) |
|
| zum Laubhüttenfest (Sukkot; Herbst) geht Jesus heimlich von Galiläa nach Jerusalem (7,1-14) |
|
| Jesus redet im Jerusalemer Tempel (8,20) |
|
| Jesus verlässt den Tempel (8,59) → möglicherweise zeitlicher Einschnitt | |
| Tempelweihfest (Chanukka; Winter), irgendwo in Jerusalem (10,22) |
|
| Tempelweihfest, in der Halle Salomos (Tempel; 10,22) |
|
| Flucht an den Ort, wo Johannes taufte (transjordanisches Bethanien/Änon bei Salim?; 10,40) |
III. Frühjahr des Jahres 30: Showdown
| Ort & Zeit | Perikopen |
| Jesus wird kurz vor dem Passafest nach Bethanien diesseits des Jordans gerufen (11,1.55) |
|
| Flucht nach Ephraim (11,53-54) | |
| 6 Tage vor Passa: Jesus kommt nach Bethanien diesseits des Jordans (12,1) |
|
| 5 Tage vor Passa: Jesus kommt nach Jerusalem (12,12) |
|
| Abendessen des vorletzten Tages vor Passa (13,2; 18,1) |
|
| Passion & Auferstehung in Jerusalem (18 – 20) | |
| Erscheinungen in Galiläa (21) |
Thematischer Zugang 
Verhältnis zu den Synoptikern („Johanneische Frage“)
Unterschiede:
- Aufbau: Prolog; Tempelreinigung am Anfang; Jesus und Täufer gleichzeitig
- Wunder: nur 7 (exemplarisch), dafür breiter ausgeführt (vgl. Konzept „Menschen begegnen Jesus“!), keine Exorzismen
- Reden: v. a. über Person Jesu und sein Verhältnis zum Vater (bildhafte Rede immer mit Bezug auf Jesus; bei den Synoptikern dagegen finden sich Gleichnisse über das Himmelreich)
Gemeinsamkeiten:
- gemeinsame Erzählungen: z.B. Tempelreinigung, Fernheilung, Speisung & Seewandel, Salbung in Bethanien, Einzug in Jerusalem, Passion und Ostern (große Parallelität)
- gemeinsame Worte: z.B. Leben retten und verlieren (12,25)
- Berührungen mit lukanischem Sondergut: Maria und Martha, Satan fährt in Judas, wunderbarer Fischzug
Fazit: Der Evangelist kannte wohl eher die synoptischen Traditionen (= was erzählt wurde) als die synoptischen Evangelien (= was dann aufgeschrieben wurde).
Verhältnis zum Alten Testament
Beobachtungen:
- weniger Zitate als bei den Synoptikern, aber viele Anspielungen u.ä. (Mose [5,46], Abraham [8,56] und Jesaja [12,41] haben von Jesus gewusst bzw. ihn gesehen)
- wichtige theologische Aussagen werden mit Hilfe alttestamentlicher Termini formuliert (Jesus als „neuer Mose“; Passalamm)
- Bezug auf alttestamentlich-jüdische Feste
Fazit: Der Evangelist kannte das AT sehr gut!
Bedingungen des Verstehens
Jesus wird während seines Erdenlebens häufig missverstanden („johanneische Missverständnisse“):
- 3,4: neu geboren werden / wieder in den Mutterleib zurück? (Nikodemus)
- 4,15: lebendiges Wasser / nie wieder Wasser holen? (Samaritanerin)
- 7,35; 8,22 (vgl. 13,37): Jesus geht zum Vater / will er sich umbringen? (Juden) Will er die Griechen lehren? (Volksmenge)
Ein Zeitpunkt späteren Verstehens wird angekündigt:
- 12,16: „Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war …“
- 20,09: „Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen müsste.“ (vgl. auch 2,22; 7,39)
Was muss geschehen, damit Jesus verstanden werden kann?
- Jesu Tod bzw. Verherrlichung (7,39; 12,16)
- Jesu Auferstehung (2,22; 20,9)
Fazit: Erst, wenn man von Jesu Tod und Auferstehung weiß, versteht man ihn „richtig“!
- Geist (Paraklet) kommt zu den Glaubenden (14,26; 15,26; 16,13 u.a.): er lehrt, leitet in die Wahrheit, schenkt Verstehen
- Schrift wird neu verständlich (in christologischer Auslegung)
Systematischer Zugang 
Christologie als Schlüssel zur Theologie des Johannesevangeliums
Johannes vertritt eine „hohe Christologie“: Jesu Weg geht von oben (Präexistenz) nach oben (Erhöhung). Auch in der Zeit seines irdischen Aufenthalts scheint Jesus teilweise der irdischen Realität enthoben zu sein. Das zeigt sich am deutlichsten in den…
Ich-bin-Worten
- „ich bin das Brot des Lebens, …“ (6,35)
- „ich bin das Licht der Welt, …“ (8,12)
- „ich bin die Tür zu den Schafen, …“ (10,7)
- „ich bin der gute Hirte, …“ (10,11)
- „ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.“ (11,25)
- „ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, …“ (14,6)
- „ich bin der wahre Weinstock, …“ (15,1)
Struktur: wer Jesus ist → was das für die Glaubenden bedeutet.
Johannes versteht es, die steilen Thesen der Ich-bin-Worte so in irdisch-charakteristische Kommunikationssituationen einzubinden, dass das Evangelium zur Brücke wird zwischen dem zu verkündigenden Christus und den „dürstenden“ (Joh 4,13-14) Adressaten: Jesus geht menschlichen Bedürfnissen nicht aus dem Weg, sondern nimmt sie auf und eröffnet seinen Kommunikationspartnern durch seine Person grundsätzliche neue Lebensmöglichkeiten (Joh 11,25).
Fazit: Das Heil ist personal in Jesus gegenwärtig, der das leibhaftige Gott-Wort ist. Ewiges Leben zu haben, bedeutet, Gott und seinen Gesandten zu erkennen (Joh 17,3).
Soteriologisches Konzept: Passionstheologie
Schon während des Wirkens Jesu gibt es viele Vorankündigungen der Passion. Dabei wird eine spezielle Terminologie verwendet:
- „Erhöhung“ (doppeldeutig: ans Kreuz / zu Gott)
- „Verherrlichung“
Jesus geht als König ans Kreuz.
- Kreuzestitel 19,19-22
- Ablegen der Königskleidung wird im Joh nicht berichtet!
- Jesus stirbt als wahres Passalamm (Passionschronologie; vgl. 1,29) → Jesu Tod als Sühnetod? (umstritten)
Jesu Tod ist …
- Bedingung für Sammlung der Glaubenden (11,52; 10,16f)
- Bedingung für die Gabe des Geistes an die Glaubenden (16,7)
- Ausdruck seiner Liebe (15,13; 10,11)
Ansätze einer Trinitätslehre?
Vater, Sohn und Geist bilden eine enge Einheit!
- Jesus kommt vom Vater, offenbart ihn, ist eins mit ihm (10,30)
- Geist („Paraklet“, von griech. = Beistand, Tröster) setzt Jesu Wirken unter Glaubenden fort
Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2015, Stephan Rehm.
- Irenäus von Lyon (um 180, Gegen die Häresien III 1,1): „Schließlich veröffentlichte Johannes, der Jünger des Herrn, der auch an seiner Brust lag, ebenfalls das Evangelium, als er sich in Ephesus in Asien aufhielt.“ ↩
- Der Bericht des Irenäus wird auch gestützt durch Polykrates von Ephesus, der 190/195 in einem Schreiben wegen des Ostertermins an Bischof Victor auf die Autorität des Zebedaiden Johannes beruft: „… und Johannes, der an der Brust des Herrn lag, den Stirnschild trug, Priester, Glaubenszeuge und Lehrer war und in Ephesus zur Ruhe gegangen ist.“ Wäre der Aufenthalt und Tod des Apostels Johannes in Ephesus reine Legende, hätte sich Polykrates in Rom wohl kaum durchsetzen können. ↩
- Einige Ausleger schlagen vor, wegen gewisser Unstimmigkeiten die Reihenfolge nach 4,54 wie folgt umzustellen: 6,1-71; 5,1-47; 7,15-24; 7,1-14; 7,25ff. Nimmt man das an, so wäre mit dem „Fest“ aus 5,1 das Passafest des Jahres 29 gemeint, und nicht Wochen- oder Laubhüttenfest des Jahres Jahres 28. ↩
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