Greifswalder Biblicumsprüfung

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alter und neuer Prüfungsmodus

Die Theologische Fakultät in Greifswald hat seit dem Wintersemester 2011/2012 den Pfarramts- und Diplomstudiengang „Evangelische Theologie“ modularisiert; im Wintersemester 2012/2013 folgten die Lehramtsstudiengänge. In diesem Zuge wurde auch der Ablauf der Bibelkundeprüfung nach der „Richtlinie zur Prüfung in Bibelkunde (Biblicum)“ des Evangelisch-Theologischen Fakultätentages vom 9. Oktober 1999 verändert: Beide Prüfungen finden direkt nacheinander statt, dafür dauern sie statt 20 jeweils nur 15 Minuten, statt zwei wird nur noch eine Note vergeben. Mit der Biblicumsprüfung erwartet Sie also eine Doppelprüfung über Bibelkunde Altes Testament und Bibelkunde Neues Testament. Vorteilhaft ist der neue Prüfungsmodus insofern, da eine wichtige studienstrategische Einsicht abgebildet wird: Bibelkundliches Wissen ist Handwerkszeug für das ganze Studium. Wir empfehlen vier bis sechs (!) Wochen Lernzeit, um dieses Handwerkszeug zu erwerben. Bitte erkundigen Sie sich bei ihrer landeskirchlichen oder bildungsministeriellen Behörde, ob es Vorschriften zur FORM der Bibelkundeprüfung gibt, damit in dieser Hinsicht Konformität gewährleistet ist.

Die Prüfung wird von einer zweiköpfigen Prüfungskommission abgenommen, bestehend aus einem Prüfer für den alttestamentlichen und einem Prüfer für den neutestamentlichen Bereich.

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Prüfungstermine

Der Zeitraum, innerhalb dessen die Prüfungen stattfinden sollen (Prüfungszeitraum), ist innerhalb der vorlesungsfreien Zeit festgelegt. Da wir für die Doppelprüfung eine Vorbereitungszeit von vier bis sechs Wochen empfehlen, fällt der Bibelkunde-Prüfungstermin nach dem WiSe auf Anfang März, nach dem SoSe auf Mitte/Ende August. Zum Ende der vorlesungsfreien Zeit finden Wiederholungsprüfungen statt (s. u.; Ausnahme: LA-Studierende, die ab WiSe 2012-2013 immatrikuliert wurden – bei Nichtbestehen meldet Sie das Zentrale Prüfungsamt automatisch für die Prüfung im folgenden Semester an). Die konkreten aktuellen Termine der Prüfungen und der Anmeldefristen werden im Internet veröffentlicht (www.bibel-faq.net/pruefung-aktuell); zwei bis drei Wochen vor dem Prüfungstermin hängen die konkreten Prüfungszeiten am Schwarzen Brett im Lohmeyer-Haus aus (hinter dem Eingang rechts durch die Glastür, an der Wand rechts). Lehramtsstudierende, die sich seit WiSe 2012/2013 immatrikuliert haben und ihre Prüfungen über das Zentrale Prüfungsamt bzw. HIS-LSF belegen, erhalten von dort auch Informationen über ihre konkrete Prüfungszeit. Soweit es möglich ist, werden spezielle Terminwünsche innerhalb des Prüfungszeitraums von der Dekanatssekretärin Frau Radschikofsky berücksichtigt.

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Anmeldung zur Prüfung

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Lehramtsstudierende, die sich seit WiSe 2012/2013 immatrikuliert haben, belegen ihre Prüfungen über HIS. Versäumen Sie nicht die universitätsweite Anmeldefrist (http://www.uni-greifswald.de/studieren/termine-fristen.html), da eine Prüfungsanmeldung in der Nachfrist kostenpflichtig ist.

Lehramtsstudierende für Gymnasium müssen als Zulassungsvoraussetzung für das Biblicum Kenntnisse über Neutestamentliches Griechisch und (sofern nicht Latein als zweite Sprache gewählt wurde) das Hebraicum nachweisen können.1

Im Basismodul »Biblische Wissenschaften« für LA Gym und LA RegS müssen jeweils zwei 30minütige mündliche Prüfungen abgelegt werden. Nur die zweite dieser Prüfungen ist die 30minütige Biblicumsprüfung. Wählen Sie daher bei der Anmeldung über HIS die Prüfung mit der Nummer 1120!

Die erste Prüfung (Nummer 1110) muss sich auf die dritte Veranstaltung (Vorlesung oder Seminar) beziehen, die neben der Bibelkunde AT und der Bibelkunde NT zum Abschluss des Basismoduls »Bibelwissenschaft« besucht wurde. Prüfungsschwerpunkt der 1110-Prüfung ist entsprechend Methodenlehre, Zeitgeschichte, Einleitungs- oder Einführungswissen. Um diese anderen Prüfung zu organisieren, wenden Sie sich bitte an den Dozenten der Vorlesung oder des Seminars (in der Regel Prof. Beyerle oder Prof. Böttrich).

Über die für AT II abzuwählenden Bücher informieren Sie bitte Andreas Ruwe per Mail.

Alle anderen Studierenden richten ihre Anmeldung an den Studiendekan (derzeit Prof. Dr. Christfried Böttrich) und reichen sie im Dekanatssekretariat bei Frau Radschikofsky innerhalb der speziellen Anmeldefrist für das Biblicum schriftlich ein (persönlich, per E-Mail oder per Post). Darauf sind anzugeben:

  • Name & Studiengang,
  • Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse,
  • ob die Prüfung erstmals abgelegt wird, oder ob es sich bei der Prüfung um die zweite oder dritte Wiederholungsprüfung handelt.
  • Falls LA-Studiengang und vor dem WiSe 2012/2013 immatrikuliert: abzuwählende Bücher für AT II (zweiter Abschnitt des alttestamentlichen Teils der Biblicumsprüfung).
  • Falls der alte Prüfungsmodus gewünscht wird, bitten wir um einen entsprechenden Vermerk. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der neue Prüfungsmodus gewählt wird.
  • Gegebenenfalls ein Hinweis, ob Ihre jeweilige landeskirchliche oder bildungsministerielle Behörde Vorschriften zur Form der Bibelkundeprüfung erlassen hat.

Sie können hier ein ausfüllbares Formular herunterladen oder folgenden Musterbrief anpassen:

Name, Matrikelnummer & Studiengang
Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse

An Prof. Dr. Christfried Böttrich
Theologische Fakultät Greifswald
z. Hd. Ilse Radschikofsky
Am Rubenowplatz 2/3
17487 Greifswald

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Böttrich, hiermit melde ich mich zur Biblicumsprüfung/Bibelkundeprüfung AT nach altem Modus/Bibelkundeprüfung NT nach altem Modus an. Ich trete zum 1./2./3. Mal an. (Gegebenenfalls:) Für den Prüfungsabschnitt AT II wähle ich folgende 2/4 Bücher ab: …, … .

Datum & Unterschrift

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Prüfungsinhalte

In der Prüfung soll detailliertes bibelkundliches Wissen über alle biblischen Bücher nachzuweisen (s. auch „Was ist Bibelkunde?“): Dies in der vorgesehenen Studienzeit von einem Jahr neben den Studienanforderungen der anderen Fächer und Veranstaltungen tatsächlich zu leisten, stellt eine sehr umfangreiche Aufgabe dar. Deshalb gliedern sich beide Teile der Biblicumsprüfung in drei Abschnitte, wobei der in den jeweiligen Abschnitten abgefragte Lernstoff begrenzt wird (siehe detaillierte Angaben zu den Abschnitten weiter unten). Die jeweils ersten beiden Abschnitte beschäftigen sich mit einem biblischen Buch, das bibelkundlich vorgestellt werden soll. Zur Vorstellung der bibelkundlichen Struktur eines Buches gehört

  • zwingend ein kurzer, orientierender Überblick über den Inhalt des Buches (kurze Angaben zur Charakteristik des Buches & Grobgliederung auf Zoomstufe 1, maximal mit 7 Gliederungsabschnitten),
  • sowie im Anschluss daran detailliertere Kenntnisse zu den einzelnen Abschnitten des Buches (Zoomstufe 2). Da bei umfangreicheren Büchern nicht alle Buchteile in fünf Minuten detailliert dargestellt werden können, wird der Prüfer die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Teil des Buches lenken. Die detaillierteren Kenntnisse sollten nicht in Form einer Nacherzählung, sondern weiterhin in Form des orientierenden Überblicks gegeben werden: Einen Text zu benennen, heißt auch, die Stelle benennen, an der der Text zu finden ist. Dabei genügt es, die Kapitelzahl zu kennen, sofern in den Ausführungen zur Zoomstufe 2 nicht explizit angegeben wurde, dass eine Versangabe zu lernen ist.
  • Wenn der Prüfer hinsichtlich des bibelkundlichen Überblicks zufrieden ist, können die zu Prüfenden mit inhaltlichen Details, historischem Zusatzwissen und übergreifenden theologischen Zusammenhängen brillieren.

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Konkret ist die Biblicumsprüfung wie folgt ausgestaltet:

AT

AT I: Im alttestamentlichen Teil werden Sie für Gewöhnlich zunächst gebeten, eines der fünf Bücher des Pentateuchs vorzustellen (ca. 33% der AT-Prüfungsleistung).

AT II: Danach folgt im zweiten Abschnitt eine Frage zu einem der Bücher aus den Propheten, wobei der Prüfer aus folgenden Büchern auswählen kann: Jos, Ri, 1Sam, 2Sam, 1Kön, 2Kön, Jes, Jer, Ez (ca. 33% der AT-Prüfungsleistung). Studierende, die im Studiengang LA Gymnasium eingeschrieben sind, können zwei dieser neun Bücher abwählen, Studierende im LA Haupt- und Realschule bzw. LA Regionalschule wählen vier dieser Bücher ab, maximal jedoch eines der großen Prophetenbücher (Jes, Jer, Ez). Lehramtsstudierende, die sich vor dem WiSe 2012/2013 immatrikuliert haben, geben die abzuwählenden Bücher auf der Prüfungsanmeldung an; die anderen Lehramtsstudierenden nehmen per E-Mail Kontakt mit Dr. Andreas Ruwe auf (ruwe@uni-greifswald.de).

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NT

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NT I: Für den ersten Abschnitt der neutestamentlichen Teilprüfung soll ein Einsprechthema vorbereitet werden. Zunächst besteht Gelegenheit, über dieses Buch in oben genannter Weise zu referieren (ca. 33% der NT-Prüfungsleistung). Bei der Vorbereitung soll die Gelegenheit genutzt werden, das für unser Bibelkundeverständnis programmatische wechselseitige Wahrnehmen des biblischen Buches (einerseits vom Text her, andererseits von der bibelkundlichen Sekundärliteratur her) anhand der verschiedenen Zoomstufen durchzuexerzieren. Um das realistisch umsetzen zu können, soll für ein bis zwei (zusammenhängende) Kapitel des betreffenden Buches eine Gründlichkeit angestrebt, die Zoomstufe 3 entspricht. Welche Stelle gewählt wird, kann sich aus den Intensiv-Vorbereitungen im Semester ergeben.

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Der Abschnitt NT II wurde im Mai 2015 überarbeitet: Statt 9-12-15 von 21 Themengruppen sind nun 10-14-18 zu lernen, dafür gibt es aber eine Art Bestehensgarantie!

NT II: Für den zweiten Teil (ebenfalls ca. 33% der NT-Prüfungsleistung) werden per E-Mail oder (bevorzugt) in einem Prüfungsvorbereitungsgespräch – je nach Studiengang – zehn (LA Haupt- und Realschule bzw. LA Regionalschule sowie Beifach), vierzehn (LA Gymnasium) oder achtzehn (Diplom, KE/Pfarramt oder Magister Theologiae) verschiedene Bücher-Merkblätter und Themenblätter als Fragegrundlage vereinbart. Die 10/14/18 Gegenstandsbereiche sind aus der unten stehenden Auflistung zu wählen, in der manche neutestamentliche Briefe aufgrund deren Kürze mit anderen zu insgesamt 22 Büchern/Buchkombinationen zusammengefasst worden sind. Man kann also je nach Studiengang 3/7/11 Bücher/Buchkombinationen abwählen. Bitte geben Sie in der E-Mail auch über das Einsprechthema Auskunft und über das daraus zu wählende Kapitel, das mit der Genauigkeit von Zoomstufe 3 gelernt werden soll. Kommt es zu keiner Vereinbarung, so besteht die Fragegrundlage aus allen neutestamentlichen Büchern und allen Themenblättern. Aus der Fragegrundlage wählt der Prüfer ein Buch und aus diesem wiederum einen zentralen Textausschnitt, der den zu Prüfenden ohne Stellenangabe ausgehändigt wird. Es werden ausschließlich Textausschnitte ausgewählt, die als Lernverse2 oder als inhaltlich wichtige Stellen des NT3 im Bibelverse-Lesebuch zusammengetragen worden sind. Vom gewählten zentralen Textausschnitt ausgehend, sollen Thematik und Aufbau des betreffenden Buches umrissen werden. Vorbereitungsgrundlage hierfür sind die Zoomstufe-1-Ausarbeitung zum Buch (Überschriften »Charakteristik« und »Grobgliederung«) sowie die Zoomstufe-2-Ausarbeitung zum Buch (Überschrift »Linearer Zugang«), und – zur grundlegenden Orientierung – die Zoomstufe-0-Ausarbeitung »Kanontabelle« mit den Kurzcharakteristiken aller Bücher. Der Abschnitt »Linearer Zugang« der Zoomstufe-2-Ausarbeitung ist zentraler Lerninhalt; der Abschnitt zur Thematik der Bücher und weitere Informationen können zum vertiefenden Lernen und zur Akzentsetzung genutzt werden. Diese Vertiefungen und Akzentsetzungen legen es nahe, gegen Ende des zweiten Teils nach Zusammenhängen im Rahmen der vereinbarten 10/14/18 Bücher und Themen zu fragen.4 Wichtig ist, dass dabei aus jeder der folgenden Themengruppen mindestens ein Element gewählt würde. Prinzipiell sind die Bücher Lerngrundlage; die Themenblätter stellen vertiefendes Wissen bereit. Allein die Paulusbiographie kann als eigenständiges Thema gewählt werden. Als Faustregel gilt: Wer die Zoomstufen 1 vollständig kennt und bei Zoomstufe 2 zu jedem Kapitel einen Inhalt flüssig benennen kann, kann mit einem »befriedigend« rechnen.

  • Synoptische Evangelien: (Mt oder Mk) & Gliederungsprinzipien zu den Synoptischen Evangelien & Übersicht „Blöcke der Evangelienstoffe“5
  • Geschichte des Urchristentums: (Lk oder Apg) & Themenblatt „Geschichte des Urchristentums“6
  • Paulinische Rechtfertigungslehre: Röm oder Gal oder (Phil & Phlm)
  • Paulusbiographie: Apg oder Gal oder 2Kor oder Paulusbiographie
  • Korintherkorrespondenz: 1Kor oder 2Kor
  • Deuteropaulinismus: (Eph oder Kol) & Themenblatt „Pseudepigraphie“
  • Pastoralbriefe: 1Tim oder (2Tim & Tit)
  • Apokalyptik: ([1Thess & 2Thess] oder Offb) & Themenblatt „Kanonentstehung“
  • Johanneische Literatur: Joh oder (1Joh & 2Joh & 3Joh)
  • Katholische Briefe: 1Petr oder [2Petr & Jud] oder Hebr oder Jak

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Scheuen Sie sich nicht, Fragen zur Prüfungsvorbereitung zu stellen. Um ein Gespräch mit Stephan Rehm zu vereinbaren, tun Sie das bevorzugt noch im laufenden Semester, da in der vorlesungsfreien Zeit die Präsenz nicht garantiert werden kannn.

AT & NT III: Der jeweilige dritte Abschnitt wird nochmals in „drei kleine Fragen“ eingeteilt (je ca. 11% der Prüfungsleistung); er enthält in jedem Fach zwei Fragen, in denen bibelkundliches Querschnittswissen über das gesamte Alte bzw. Neue Testament abgefragt wird (Begriffsklärungen, thematisch übergreifende Details, Nachzeichnen eines Handlungsplots, Kurzdarstellung zeitgeschichtlicher Sachverhalte). Im dritten Teil des dritten Abschnitts soll eine bekannte Geschichte des Alten bzw. Neuen Testaments nacherzählt werden. Dabei geht es nicht mehr um bibelkundliche Orientierung, sondern um möglichst originalgetreue Wiedergabe des Handlungsplots. Bitte bereiten Sie im Vorfeld aus folgenden Bereichen jeweils eine Erzählung vor:

  • AT: eine Erzählung über einen der Erzväter, über Mose, aus der Wüstenwanderung, über David, über Elia oder Elischa sowie über Jeremia
  • NT: eine synoptische Wundererzählung von Jesus, ein Gleichnis von Jesus, eine Parabel aus dem lukanischen Sondergut, ein johanneisches Wunder, eine Begebenheit aus der Urgemeinde (Apg 2-5), eine Geschichte der grenzüberschreitenden Mission (Apg 6-12) sowie eine Erzählung aus der Wirkungszeit des Paulus (Apg 13-28)

Wir nennen Ihnen dann jeweils einen dieser Bereiche, Sie sagen, was Sie erzählen und wo es steht, und dann erzählen Sie die Geschichte so, als ob Sie sie einer Schulklasse nahebringen wollten.

Für die NT-Prüfung ergibt sich daher folgendes Prüfungsschema:

Märchen

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Prüfungsvorbereitung

Als Vorbereitungszeit für beide Fächer sollten etwa vier bis sechs Wochen eingeplant werden. Da das Hauptproblem in der Strukturierung des umfangreichen Stoffes besteht, empfehlen wir, bereits im Semester in kleineren Portionen zu lernen und auftauchende Wissenslücken durch Wiederholen wieder zu schließen. Aufgrund der Erfahrung, dass vorhandenes Wissen gut ausgebaut werden kann, empfiehlt es sich, während der Vorlesungszeit in erster Linie das Wissen zur Groborientierung (Zoomstufe 1) zu lernen, so dass in der Prüfung zumindest der Einstieg in das Gespräch über ein biblisches Buch gelingt. Wird in der Prüfung (und im Berufsalltag) zu einem biblischen Buch überhaupt nicht assoziiert, so wäre damit das Lernziel des bibelkundlichen Teils des Propädeutikums verfehlt.

Im Hinblick auf den alttestamentlichen Teil zu lernen sind …

  • die bibelkundlichen Übersichten von Dirk Schwiderski, die ab der 4. Auflage in Martin Rösels Bibelkunde eingebunden sind
  • der Inhalt von Martin Rösels „Bibelkunde Altes Testament“.

Im Hinblick auf den neutestamentlichen Teil zu lernen ist der Inhalt der unter www.bibelkunde-nt.de (= www.bibel-faq.net/bk) veröffentlichten Merk- und Themenblätter:

  • „Primärstoff“ ist dabei der Aufbau der neutestamentlichen Bücher („linearer Zugang“). Für alle biblischen Bücher sollte – sofern während der Vorlesungszeit noch nicht geschehen – die Charakteristik und die Grobgliederung (Zoomstufe 1) gelernt werden. Für alle Bücher, die zur Fragegrundlage des jeweiligen ersten oder zweiten Prüfungsabschnittes zählen, sollte mindestens Zoomstufe II gelernt werden.
  • „Sekundärstoff“ (d.h. eher überblicksmäßig wiederzugeben und ohne einzelne Belegstellen zu nennen) sind die thematischen und theologischen Abschnitte der Merkblätter (auf den Seiten zumeist unter „thematischer bzw. systematischer Zugang“). Eine thematisch-systematische Anwendung vertieft die Beheimatung im linearen Aufbau der Bücher; es wird leichter, das (Prüfungs-)Gespräch über ein neutestamentliches Buch zielführend zu gestalten, denn ein Thema oder ein systematisch-theologisches Problem lässt sich leichter kommunizieren als ein stringent linearer Ablauf, der außerhalb einer Bibelkundeprüfung so gut wie unvermittelbar ist. Bei aller Hochschätzung der thematisch-systematischen Herangehensweise: Ohne Beheimatung im linearen Aufbau der Bücher bleibt eine fruchtbringende exegetische Arbeit schwierig.

Erwartet wird darüber hinaus, dass die auf den Merkblättern bzw. in der Einführungsliteratur zu findenden exegetischen Fachbegriffe bekannt sind und sachgerecht gebraucht werden. Wichtige Textstellen sollten Sie nicht nur bibelkundlich lokalisieren, sondern auch anhand des Luthertextes wiedererkennen können. Zudem muss man zentrale biblische Geschichten nacherzählen können (die Klassiker finden sich in jeder Kinderbibel). Wichtige Textstellen und Geschichten kennenzulernen, setzt voraus, dass während der Lehrveranstaltung und der Prüfungsvorbereitung mit bibelkundlichem Material und der Bibel selbst gearbeitet wird.

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Ablauf der Prüfung

Für jede Prüfung sind insgesamt 40 Minuten vorgesehen, von denen zweimal 15 Minuten auf die Prüfung selbst entfallen. Die Prüfung wird protokolliert, jeweils vom nicht prüfenden Mitglied der Prüfungskomission. Anhand der Prüfungsprotokolle werden im Anschluss an die Prüfung die Teilnoten sowie die Biblicumsnote ermittelt. Dazu wird der/die KandidatIn gebeten, den Raum zu verlassen. Nach einer kurzen Beratung wird der/die KandidatIn wieder in den Raum gebeten und erfährt die Prüfungsnote. Folgende Noten können vergeben werden:

1,0; 1,3 sehr gut
1,7; 2,0; 2,3 gut
2,7; 3,0; 3,3 befriedigend
3,7; 4,0 bestanden
5,0 nicht bestanden

Der Schein kann einige Tage nach der Prüfung im Dekanatssekretariat bei Frau Radschikofsky geholt werden, bzw. wird vom Zentralen Prüfungsamt zugestellt. Bei negativer Beurteilung besteht die Möglichkeit, zum Wiederholungstermin oder später zu den regulären Prüfungsterminen des nächsten Semesters erneut anzutreten. Lehramtsstudierende, die seit dem WiSe 2012/2013 immatrikuliert sind, werden im Falle des Nicht-Bestehens automatisch für die nächste reguläre Prüfungsperiode zur Prüfung angemeldet; wer von diesen Studierenden zum Wiederholungstermin geprüft werden möchte, muss das schriftlich beim Prüfungsamt beantragen. Spätestens drei Semester (+ Sprachsemester) nach dem Termin, der in der Studienordnung vorgesehen ist, muss die Prüfung abgelegt werden; anderenfalls wird die Prüfung wegen Fristüberschreitung mit »Nicht Bestanden« bewertet.

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Rücktritt von der Prüfung

Im Krankheitsfall besteht die Möglichkeit, sich unter Vorlage eines ärztlichen Attestes von der Prüfung abzumelden. Darüber hinaus ist ein begründeter Rücktritt nach Maßgabe des Studiendekans in Einzelfällen möglich. Ein unbegründeter oder nicht ausreichend begründeter Rücktritt von der Prüfung oder das Nicht-Erscheinen zum bekanntgegebenen Prüfungstermin gilt als „Nicht bestanden“ (5,0). Unangekündigt nicht zur Prüfung zu erscheinen, erschwert darüber hinaus die Arbeit der Prüfer – bitte treten Sie mit den Prüfenden in Kontakt, wenn Schwierigkeiten auftreten.

Allen, die sich auf die Prüfung vorbereiten, wünschen wir eine ertragreiche Arbeitszeit, denn bibelkundliche Kenntnisse zu erwerben, lohnt sich für das ganze Leben.

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Letzte Aktualisierung: 17. August 2015, Stephan Rehm.

  1. Wer sich als zukünftiger Gymnasiallehrer zum Biblicum anmeldet und nur das Neutestamentliche Griechisch als Voraussetzung nachweisen kann, ist verpflichtet, als zweite Fremdsprache Latein zu belegen; wird Hebräisch als zweite Sprache erst nach dem Biblicum absolviert, verliert das Biblicum seine Gültigkeit. Lernen Sie aus Spaß an der Freude Hebräisch als dritte Sprache, so ist das natürlich kein Problem.
  2. Es werden keine Bibelverse abgefragt, die dann auswendig rezitiert werden müssten. Wer Bibelverse auswendig kennt, kann natürlich damit brillieren. Bibelverse auswendig zu lernen, ist eine persönliche Angelegenheit: Während der intensiven Auseinandersetzung mit Bibelversen und beim wiederholten Meditation bewegt sich das eigene Innere. Das kann nicht Gegenstand einer Bibelkundeprüfung sein, ist aber für das Leben ertragreich.
  3. Siehe dazu auch die Seite »Inhaltszusammenfassung zum Neuen Testament«.
  4. Auf der bibelkundlichen Ebene geht es aber nur um die Benennung theologischer oder historischer Zusammenhänge, weniger um deren Darstellung und Entfaltung. Zur grundlegenden Orientierung bezüglich der theologischen Zusammenhänge empfehle ich die Seite »Inhaltszusammenfassung zum Neuen Testament«.
  5. Die „Blöcke der Evangelienstoffe“ sind als Hintergrundinformation zur Vertiefung der Lesehinweise gedacht. Die einzelnen Perikopen müssen nicht gelernt werden.
  6. Das Themenblatt „Geschichte des Urchristentums“ liegt derzeit erst als Zoomstufe 1 vor. Zoomstufe 2 muss noch erstellt werden. Für die detailliertere Orientierung kann Apg Zoomstufe 3 verwendet werden.

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